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Ton Veerkamp:
Welches Israel? (
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RTF-Dokument)
(abgedruckt in: TuK 93/94 [1-2/2002], 102-107)
1. Einige palästinensischen Freunde aus Gaza sagten, sie lebten
als Schüler vor 1987 »wie die Könige«; sie konnten sich frei bewegen,
fuhren nach dem Sabbat nach Tel Aviv, mal, um dort Geld zu verdienen,
mal, um sich dort zu amüsieren. Wahr an dieser Erinnerung ist,
daß vor 1987 das Leben verhältnismäßig ruhig war. Unterhalb dieser
Erinnerung lag die Realität, daß die Ökonomie aller besetzter
Ge-biete in einer katastrophalen Verfassung war. Das wachsende
Heer - der Ausdruck ist hier richtig - jugendlicher Arbeitsloser
war schon damals das Symptom großer gesellschaftlicher Labilität.
Der Ausbruch von Gewalt war nur eine Frage der Zeit.
2. Die israelische Politik hatte für diese Gebiete keine Konzepte,
wie fast immer, wenn einer Besetzermacht nur daran gelegen war,
besetzte Gebiete ruhig zu stellen und/oder sie als Kolonisierungsraum
zu nutzen. Die Rechten Israels waren prinzipi-ell nicht willens,
gesellschaftliche Konzepte zu entwickeln, darin unterschieden
sie sich nicht von den Rechten überall sonst. In Gesellschaften,
wo wirtschaftliche und soziale Probleme zu steigender Kriminalität
führten, haben die Rechten immer nur eine Antwort: Null Toleranz
und wegschließen. Weder der Likud-Block und die Szene rechts von
ihm noch Teile der Arbeiterpartei waren für die Vorstellung zu
gewinnen, dass das Ziel israelischer Politik sein müßte, auch
palästinensische Ju-gendliche in Lohn und Brot zu bringen und
dafür die politische Voraussetzung ei-nes ernsthaft unternommenen
Friedensprozesses zu schaffen. Die erste Intifada (1987-1993)
war die Quittung.
3. In der Periode der ersten Intifada haben die Menschen vieles
lernen müssen. Die Palästinenser, daß Israel eine auf Dauer angelegte
staatlich verfaßte politische Wirklichkeit sei, die man anzuerkennen
habe. Die Israelis, daß es ein palästinensi-sches Volk gibt, das
über unverzichtbare politische Rechte verfügt. Für Yizchak Rabin
war dies nicht nur Lippenbekenntnis, sondern er handelte nach
dieser Ein-sicht. Ab 1993/94 begann das, was man »Friedensprozeß«
nannte. Rabin stellte die politischen Voraussetzungen des Friedens
in den Vordergrund; ob er die sozial-ökonomische Komponente als
gleichrangig behandelt hätte, läßt sich nicht sagen. Er wurde
ermordet, bevor er sein Werk hätte vollenden können. Aber niemand
kann im Ernst davon ausgehen, Frieden sei möglich, wenn ein paar
Kilometer weiter die Zone aussichtsloser Armut beginnt.
4. Auch für die palästinensische Autonomiebehörde war die Armut
der Menschen nicht das Hauptproblem. Ihre Anfälligkeit für Korruption
wird nicht nur von Israelis kritisiert, und die sogenannte Terrororganisation
»Hamas« hat sich der sozialen Probleme stärker angenommen. Sie
hat die Sozialeinrichtungen gegründet, die die Arafatbehörde nicht
eingerichtet hat, aber hätte einrichten müssen. Die Autonomie-behörde
hat durch ihr innenpolitisches Versagen die Radikalen stark gemacht.
Die Unfähigkeit, gar der Unwille, die Ökonomie als den eigentlich
entscheidenden Faktor anzusehen, ist nationalen, nationalistisch
ausgerichteten Bourgeoisien über-all gemeinsam. Das gilt für Arafat,
es gilt auch für den Zionismus, der zwar kein Rassismus, aber
auf alle Fälle ein bürgerlicher Nationalismus ist und darum auch
dessen typische soziale Blindheit an den Tag legt.
5. Die Mehrheit der israelischen Bevölkerung hat die große und
einmalige Chance, die ihr Rabin und Arafat eingeräumt hatten,
wissentlich und willentlich nicht ge-nutzt. Die Hetze gegen Rabins
Politik in vielen Medien Israels bereitete den Nähr-boden für
den Mord an Rabin. Die Bevölkerung Israels hatte die Wahl zwischen
Peres, dem damaligen Erben Rabins, und der Reaktion in der Person
Netanjahus; sie wählte mehrheitlich die Reaktion. Sie setzte ein
bei-spielloses Bauprogramm für jüdische Siedlungen in den besetzten
Gebieten in Gang und machte Arafat deutlich, daß für sie nur eins
in Frage kam: Autonomie für eine Reihe von Gebieten, umge-ben
von jüdischen Siedlungen. Für die Sicherheit dieser Siedlungen
wäre die israe-lische Armee zuständig, die dafür auch Bewegungsfreiheit
in den Autonomiege-bieten beansprucht. Wer das Autonomie nennen
will, kann das tun; die meisten Menschen verstehen unter Autonomie
freilich etwas anderes. Mit der Wahl Netan-jahus war der Friedensprozeß
eigentlich gestorben. Die gemäßigten Linken, die unter Ehud Barak
eine Chance erhielten, müßten entweder die »vollendeten Tatsa-chen«
Netanjahus aus der Welt schaffen, oder eine Politik ohne Profil
und Konzept führen. Nicht die makabere Aktion Scharons, Ende September
2000 auf dem Tem-pelberg, sondern der Fehlschlag von Camp David
einige Wochen früher war der Auslöser jener Tragödie, deren Zeugen
wir heute sind. Clinton hätte nie die maß-geblichen Politiker
nach Camp David einladen dürfen, bevor nicht das zu erzielende
Abkommen unterschriftsreif gewesen wäre. Clinton hätte besser
wissen können, denn der historische Handschlag Rabins und Arafats
konnte 1993 nur deswegen zustande kommen, weil die Diplomatie
im Vorfeld erfolgreich gearbeitet hatte. Die von Clinton grob
fahrlässig geweckten Erwartungen brachen zusammen und damit alles,
was seit 1992 mühsam ausgehandelt worden war und vielleicht, trotz
Netan-jahu und Barak, hätte gerettet werden können. Das Klima
war inzwischen so sehr zugunsten der israelischen Reaktion umgeschlagen,
daß Ehud Barak den Durch-bruch, der in Taba, der Folgekonferenz
nach dem Fehlschlag in Camp David, zum Greifen nahe war, nicht
hätte absegnen können, ohne seine Chancen auf Wieder-wahl endgültig
begraben zu müssen. Seine Zurückhaltung hat ihm freilich ebenfalls
nichts genützt.
6. Die israelische Gesellschaft ist zutiefst gespalten; es gibt
kein homogenes Israel. Es gibt in Israel viele, die wissen, daß
die Politik der Rechten eine Katastrophe auch für Israel bedeutet.
Die Entscheidung der israelischen Rechten, Scharon mit der Regierungsbildung
zu beauftragen, war eine Entscheidung für den Krieg. Sie war auch
eine Entscheidung für den Terror, weil alle hätten wissen können,
was kom-men mußte. Scharon brauchte die Entfachung des Terrors,
um nach dessen Zer-schlagung sich als Retter des Vaterlandes gegen
seine vielen Konkurrenten bei den Rechten durchsetzen zu können.
Arafat meinte auf die Entfachung des Terrors an-gewiesen zu sein,
um die Gegner im eigenen Lager in Schach halten und Israel vielleicht
doch zu wirklichen Konzessionen zwingen zu können. Er hätte wissen
müssen, daß die Reaktion des Terrors von Scharon genau eingeplant
war. Es geht nicht um moralische Verurteilung, weder was die eine,
noch was die andere Seite betrifft. Es geht allein um die Frage,
welche Politik effektiv sei. Die Effektivität einer Politik mißt
man daran, ob die Mittel, die sie einsetzt, zum Ziel, das sie
sich setzt, führen oder nicht. Wenn das Ziel »Friede für Israel«
gewesen sein soll, dann war die Politik Scharons ein verheerender
Fehlschlag: Der Staat Israel wurde gegründet, um allen jüdischen
Menschen, die wo auch immer in der Welt bedrängt und verfolgt
werden, die Möglichkeit zu geben, an einen Ort gehen zu können,
wo ihre Sicherheit nicht länger bedroht ist. Tatsächlich ist gerade
in Israel ihre Sicher-heit mehr bedroht als zur Zeit irgendwo
sonst in der Welt. Die bedrohliche Situation wird nicht nur durch
den Terrorismus der Feinde, sondern auch und nicht weniger durch
die friedensunfähige, gar friedensunwillige Politik der heutigen
israelischen Regierung verursacht. Wahrscheinlich war Scharons
Ziel nur, die Autonomiebehör-de, die PLO und deren Symbolgestalt
Arafat zu vernichten. Scharon hat, trotz der Zahl der Toten, die
bei den Palästinensern seit September 2000 in die Tausende, bei
den Israelis in die Hunderte geht, auch dieses Ziel nicht erreicht.
Das Ziel, daß die Palästinenser zu erreichen suchten, die Anerkennung
ihrer Wünsche nach einer vollständigen Autonomie, scheint unerreichbarer
als je zuvor, trotz oder wohl gera-de wegen der exzessiven Anwendung
des Mittels des Terrors. Politischen Realitäts-sinn gibt es wohl
nur auf der Seite der Friedenskräfte Israels; denn nur Israel
kann etwas bewegen. Nur Israel kann agieren (wie Rabin zeigte);
Arafat kann nur reagieren.
7. Irgendwann, Frühjahr 1942, erschossen zwei junge Männer aus
der Amsterdamer Straße, wo ich als Kind wohnte, die Brüder Jan
und Gerard Verleun, einen Deutschen, seine Frau und ihr Dienstmädchen
in ihrer Wohnung. Der Mann war leitender Angestellter Fritz Sauckels,
Arbeitsdienstbeauftragter der Nazis und als solcher oberster Sklavenjäger
im besetzten Europa. Die jungen Männer wurden verhaftet, gefoltert
und als Terroristen hingerichtet. Nach dem Krieg wurden die sterblichen
Reste der beiden ausgegraben, eingesargt und in unserer Pfarrkirche
christlich begraben. Der Pfarrer hielt eine Ansprache, in der
er diese jungen Männer als leuchtendes Beispiel für die katholische
Jugend darstellte. Über ihre Tat denke ich jetzt etwas anders.
Sie war grausam und sinnlos, denn die Sklavenjagd in den Niederlanden
ging weiter, und die Ermordung dieser Deutschen hat furchtbare
Repressalien nach sich gezogen. Aber damals stand das überhaupt
nicht zur Debatte, die beiden Männer waren Helden und Martyrer,
und ihr Gedenkstein im Turm der Kirche ist bis heute zu sehen.
Terrorismus ist immer die Waffe militärisch hoffnungslos Unterlegener
gewesen. Terrorismus ist Mord, aber nicht nur, Terroristen sind
Mörder, aber nicht nur. Terror muß aufhören, aber auch das, was
Terror verursacht. Die beiden Brüder Verleun hatten ein politisches
Motiv, und ihr Gegner war ein eindeutig ausgewiesener politischer
Feind. Aber dessen Frau? Das Dienstmädchen? Der israelische Tourismusminister
war ein politischer Gegner, was dessen Tötung nicht rechtfertigt,
aber die Motivation begreiflich machen kann. Wer aber sind die
Leute, die in einem Supermarkt einkaufen, die auf einen Bus warten,
in einem Restaurant essen oder einfach nur über die Straße gehen?
Jedenfalls hat diese »Politik« genau in das Konzept Scharons gepaßt
und dazu geführt, daß aus den knapp über 50% Anhängern der Rechten
jetzt 80% geworden sind. Andererseits: hätte Israel friedliches
Verhalten der Palästinenser honoriert? Scharon und wohl die Welt
außerhalb Palästinas hätte gesagt: »Die sind ruhig. Wo ist das
Problem?« War der Terror doch die einzige Option gewesen? Diese
Fragen sind nicht rhetorisch.
8. Im September 1993 bin ich mit einer Gruppe van knapp zwanzig
ausländischen Studierenden nach Polen gefahren, um die wirtschaftlichen
Probleme der »Transformationsländer« zu studieren. Ich habe darauf
bestanden, im Laufe dieser Reise nach Auschwitz zu fahren, gerade
weil in der Gruppe Studierende aus Palästina waren. Nach dem Besuch
des Lagers Birkenau sagte mir ein ziemlich radikaler palästinensischer
Kommilitone: »Das was die Deutschen mit den Juden gemacht haben,
das haben die Juden nicht mit uns gemacht.« Er hatte begriffen,
daß auch ein Palästinenser nicht sagen kann: »Die Juden sind unsere
Nazis!« Das war weniger unser Verdienst, als vielmehr der Tatsache
geschuldet, daß durch den beginnenden Friedensprozeß Palästinenser
für solche Einsichten empfänglich werden konnten. Jetzt, fast
neun Jahre später, ist an solche Dinge nicht mehr zu denken.
9. Die politische Vernunft sagt uns, Israel müsse sich und könne
sich ohne Selbstaufgabe aus den besetzten Gebieten vollständig
zurückziehen, alle jüdischen Siedlungen dort aufgeben, der Teilung
des Landes und der Stadt zustimmen und den so entstehenden Staat
völkerrechtlich anerkennen. Sodann müssen beide Staaten der Tatsache
Rechnung tragen, daß sie ihre kollabierenden (in den besetzten
Gebieten kaum noch vorhandenen) Volkswirtschaften nur gemeinsam
wiederaufbauen können. Die materiellen Verbesserungen für das
Leben müssen schnell greifbar werden, indem beide Staaten die
Bekämpfung der Armut zum Hauptziel ihrer Politik machen. Sonst
geschieht, was in Südafrika nach der Beseitigung der Apartheid
geschehen ist: die Gewalt des Krieges weicht der Gewalt einer
ausufernden Privatkriminalität. Im Gegensatz zur politischen Vernunft
wissen wir, daß es vorerst keinen autonomen palästinensischen
Staat geben wird, der diesen Namen verdient; daß es nach einer
möglichen, kurzen oder längeren Periode des Abflauens der Gewalt
eine dritte Intifada geben wird; daß die Vereinigten Staaten kein
vorrangiges Interesse an der Beseitigung, allenfalls an der Eindämmung
des Konfliktes haben; daß die arabischen Staaten den Konflikt
brauchen, weil er ihnen eine weltpolitische Rolle zusichert, die
sie ohne ihn gar nicht spielen können. Wir wissen also: das Morden
wird weitergehen. Kein Friede für Israel, weil kein Friede für
Palästina, kein Friede für Palästina, weil kein Friede für Israel.
10. Von Christinnen und Christen wird ein vorbehaltloses Bekenntnis
zu bzw. »bedingungslose Solidarität« mit Israel gefordert. Solidarisch
muß man mit den jüdischen Menschen sein, wo sie auch immer leben.
Bedingungslos muß man alle die bekämpfen, die bei uns aus welchen
offenen oder verdeckten Gründen auch jüdische Menschen verachten,
verfolgen oder gar töten. Aber solidarisch mit einem Israel, wie
es Scharon und seine Gesinnungsgenossen auf der rechten Seite
wollen, kann und will ich nicht sein, weil ich dann alle meine
politischen Grundüberzeugungen, nicht selten an der Schrift der
Juden geschult, aufgeben müßte. Zumal dieses Israel nicht »an
Leib«, eher »an der Seele bedroht« ist. Die physische Existenz
Israels stand vielleicht 1967 auf dem Spiel, oder 1973 bzw. 1991
- wo ich übrigens auch einige Zweifel habe -, aber sicher nicht
2002. Zu ungleich ist der Kampf. Israel verfügt über einen Militärapparat,
der in der Region unschlagbar ist, inklusive Massenvernichtungswaffen
aller Gattungen (A, B und C), über eine Bestandsgarantie seitens
der Vereinigten Staaten von Nordamerika, und es sieht vorerst
nicht danach aus, daß sich daran etwas ändern wird. Arafat und
die palästinischen Menschen haben Flinten und Sprengstoff; niemand
in der arabischen Welt hat für sie etwas anderes als nur fade
Lippenbekenntnisse übrig. Arafat kann Israel nicht bedrohen. Aber
die physische Existenz israelischer Menschen ist bedroht und so
auch die Seele des Gemeinwesens Israel. Der ständige Angst mit
dem Terror leben zu müssen ist ein Grund. Aber die immer tiefer
gehende Militarisierung von Wirtschaft und Gesellschaft führt
zu einer Art von kollektiver Deformation. Man kann die anderen
nur als Feind wahrnehmen, nicht als potentielle Partner bei der
Gestaltung eines gemeinsamen Lebens in einem kleinen Land. Für
Scharon & Co. sind die Palästinenser, oder »die Araber«, Fremde,
Feinde, Bedrohliches. Die Rechten oktroyiert ihre Weltsicht der
Gesellschaft auf, propagiert sie als die einzige »realistische«
Sicht der Dinge, schließt eine andere Sicht als gefährliche Illusion
aus wird und blockiert jeden Ausweg aus dem wirtschaftlichen Desaster
und jede Heilung der seelischen Verstümmelungen. Der einzige Ausweg
ist der Friede und das hebräische Wort »Schalom« bedeutet neben
»Friede« auch »Heilung«. »Mit Scharon wird es keinen Frieden geben«
(Daniel Barenboim). Dies bedroht die Seele Israels.
11. Die Frage ist daher, mit welchem Israel man solidarisch ist,
mit König Jojakim, dessen unsinnige Militär- und Bündnispolitik
Jerusalem ins Verderben führte, oder mit dem Propheten Jeremia,
der gegen diese Politik den Mund aufmachte? Mit Ariel Scharon
oder mit der israelischen Friedensbewegung und solchen, die das
Fenster zum Frieden geöffnet haben, wie Jizchak Rabin?
Die Zeitschrift TEXTE & KONTEXTE wurde unter anderem mit dem
Ziel gegründet, den Antijudaismus in der christlichen Theologie,
insbesondere in der Exegese, schonungslos zu bekämpfen. An dieser
Zielstellung darf sich nichts ändern. Man darf aber nicht die
Haltung einzunehmen, die der New Yorker Kardinal Spellman angesichts
des amerikanischen Amoklaufs in Vietnam einnahm; er sagte: »Right
or wrong: my country.« Man darf auch jetzt nicht sagen: »Right
or wrong: Israel!« Die gegenwärtige Politik des Staates Israel
- und die ist beileibe nicht identisch mit dem Judentum! - ist
zu bekämpfen. Wo bleibt die offene und engagierte Unterstützung
für die israelischen Friedenskräfte seitens jener Christen und
Christinnen und ihrer Kirchen, die, wie der US-amerikanische Kongress
»uneingeschränkte Solidarität« fordern? Wir haben all diese Jahre
hindurch Tacheles geredet mit jenen palästinensischen Studierenden,
die politischen Kampf mit Judenhaß verwechselten. Wer stellt die
israelische Rechte und ihre Anhänger im Ausland zur Rede?
Mai 2002 (
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