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Vorwort TuK 93/94 (
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In eigener Sache
»Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.« Diese
Worte aus Hebr 13,14 bestätigen sich gerade wieder einmal an Texte & Kontexte.
Anfangs noch in der Stuttgarter ESG-Geschäftsstelle betreut, wechselte die Zeitschrift
vor nun bereits einem Vierteljahrhundert nach Berlin in den Falterweg.
1995 kam es dann im Zusammenhang mit einer, wie man so sagt, Verjüngung der
Redaktion zu einem Umzug innerhalb der Stadt, der in die Wissmannstraße führte.
Und jetzt hat es uns also wiederum anderswohin verschlagen: in die in Dortmund-
Hörde gelegene Nervierstraße. Dahinter steht keine inhaltliche oder personelle
Neuorientierung (obwohl beides nicht für alle Zukunft ausgeschlossen
werden soll), sondern ein berufsbedingter Privatumzug. Nach zehn Jahren in
Berlin habe ich am 1. November mit einem Vikariat in der Evangelischen Kirche
von Westfalen begonnen. Die Vorbereitung und Durchführung des Umzugs gestaltete
sich aufweniger, als ich erhofft und darum auch gleich vermutet hatte,
und so sind wir mit der vorliegenden Nummer in einem selbst für unsere Verhältnisse
bislang ungewöhnlichem Maße in Verzug geraten. Allem Anschein nach
könnte diese Ausnahme in den kommenden zweieinhalb Jahren freilich zur Regel
werden. Ein Vikariat schränkt die zeitliche Freiheit spürbar ein, es gibt vor allem
auch eine erhebliche Zahl unverschiebbarer Termine – bis hin zu ganzen Kurswochen.
Und wenngleich die technischen Arbeiten bei Texte & Kontexte nur
zum geringsten Teil von mir erledigt werden und neben dem Druck insbesondere
auch das Korrekturlesen und der Versand ihren Platz in Berlin behalten, muß
doch alles irgendwann einmal über meinen Schreibtisch gehen, damit die verschiedenen
Teile auch wirklich ineinandergreifen. Vermutlich wird das vierte Heft
dieses Jahrgangs deshalb erst Anfang 2006 erscheinen können, und die Verschiebung
wird sich dann wohl fortpflanzen, so daß die Schlußnummer 2006 in das
Frühjahr 2007 wandert. Die Frage »Warum wird dann nicht einfach die Zahl der
Hefte pro Jahr reduziert?« ist naheliegend, und sie wurde in der Redaktion auch
erörtert. Wir haben von einem solchen Schritt indes abgesehen, weil uns die
Themen und die zugehörigen Texte gerade nicht ausgehen. Die Planungen laufen
bereits bis etwa Nr. 120, und da wollen wir nicht ewig auf unsere eigenen Beiträge
warten. U. a. vorgesehen sind zwei Doppelhefte, in denen Ton Veerkamp seiner
hier vorgelegten Übersetzung des Johannesevangeliums einen ausführlichen
Kommentar des Textes folgen läßt, und eine Reihe von mindestens sechs Nummern
zum Umfeld der neutestamentlichen Schriften. Der Bogen spannt sich dabei
von der hellenistischen Zeit bis hin zu frühen rabbinischen Texten, die mit
den vermeintlich »christlichen« Schriften des NT in eine oft überraschende Resonanz
treten. Diese Themen werden in freier Folge abgehandelt; den Beginn
macht in der ersten regulären Nummer 2006 die Beschäftigung mit der Tempelzerstörung
von 70 auf frühjüdischer (und frühchristlicher), aber auch auf heidnisch-
römischer Seite. Kurz: wir erscheinen weiter so regelmäßig wie möglich
und mit der Perspektive, ab 2008 alle vier Hefte wieder in Echtzeit herauszubringen.
Bis dahin bitten wir Sie ggf. um Geduld. Wer unser Erscheinen durch
Gebet und Fasten beschleunigen möchte, soll sich daran allerdings ruhig einmal
versuchen, und auch gelegentliche Briefe oder e-mails, ob es uns noch gäbe,
werden – im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten – gerne beantwortet.
Schließlich noch zwei Hinweise, die Sie hoffentlich erfreuen und mit dem
verzögerten Stand der Dinge wieder etwas versöhnen werden: Zusammen mit der
Nr. 109 wird ein aktualisiertes Registerheft verschickt. Und kurz vor dem Abschluß
steht nun das Scannen aller vergriffenen TuK-Hefte – freilich nicht als
durchsuchbare Texte, sondern als Bilder; d.h. die einzelnen Seiten lassen sich am
Bildschirm lesen und auch ausdrucken. Die Dateien werden im PDF-Format auf
eine CD gebrannt und können zu einem moderaten Preis erworben werden.
Einzelheiten geben wir bekannt, sobald es soweit ist.
In der Hoffnung, daß der Umzug in die nächste Stadt noch viele Jahre auf sich
warten lassen möge, bitten wir herzlich darum, bis dahin bei zukünftigen Korrespondenzen
– soweit sie nicht ohnehin schon im virtuellen Raum des Internet
erfolgen – die im Impressum verzeichnete neue Anschrift zu berücksichtigen.
(Das Nachsendenlassen ist, seit die Post sich aufs Geldverdienen verlegt hat, ja
ein teures Vergnügen geworden, besser funktionieren tut es deshalb aber nicht.)
Das Bitte richtet sich ausdrücklich auch an jene Abonnenten in den Niederlanden,
für die bislang die »Stichting Leerhuis en Liturgie« in Amsterdam die Anlaufstelle
war. Nachdem sie Texte & Kontexte über viele Jahre logistisch unterstützt
und sich dadurch bleibende Verdienste um die Zeitschrift erworben hat,
hat uns die Stichting nun aufgrund von Arbeitsüberlastung gebeten, von der
Betreuung dieses Kreises entbunden zu werden. Sie übernimmt zwar noch die
Auslieferung des folgenden Heftes, ab der Nr. 109 aber kommen Hefte und
Rechnungen auch für die Niederlande generell aus Deutschland.
Für Ihre Redaktion, im November 2005 Andreas Bedenbender (
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